Im Urlaub mit dem Auto unterwegs zu sein hat viele Vorteile. Und gerade der Sommer ist für Autoreisen durch Irland eine wunderschöne Zeit. Doch ein paar Dinge sollten beachtet werden, damit die Urlaubskasse nicht durch Bußgelder geschmälert wird.

Die größte Herausforderung ist natürlich der Linksverkehr. Doch keine Angst, der ist leichter zu meistern als oftmals befürchtet. Mit Konzentration gewöhnt man sich schnell daran und nach den ersten kritischen Metern wird es minütlich und stündlich leichter. Wenn ein Fahrzeug vor Ort gemietet wird, ist auch dies erst einmal ungewohnt. Der Einstieg für den Fahrer befindet sich auf der rechten Seite, der Schaltknüppel dementsprechend links vom Fahrer. Kupplung, Gaspedal und Bremse sowie die Anordnung der Gänge am Schaltknüppel sind dafür wie bei uns. Achtung: Blinker und Scheibenwischer-Hebel sind meist vertauscht.

In die reichlich vorhandenen Kreisverkehre fährt man entsprechend des Linksverkehrs nach Links ein. Vorfahrt haben immer die Fahrzeuge, die sich bereits im Kreisverkehr befinden. Verkehrsinseln in der Straßenmitte umfährt man auf deren linken Seite und Rechtsabbiger haben beim Abbiegen dem Gegenverkehr Vorfahrt zu gewähren. Auch Überholt wird auf der rechten Seite, die linke Spur auf mehrspurigen Straßen ist die langsamere. Kurioserweise gilt an ungeregelten Kreuzungen (die es aber nicht häufig gibt) Rechts vor Links.

Zwei Dinge sind auf irischen Straßen wie in Deutschland: Der Fahrer braucht einen gültigen Führerschein und sämtliche Insassen müssen angeschnallt sein (Kinder benötigen einen, für ihre Größe und Alter passenden, Kindersitz).

Zumeist sind die Iren deutlich entspannter unterwegs. So gilt eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung von 120km/h auf den Autobahnen/Motorways. Auf Bundesstraßen/National Roads 100km/h, auf Landstraßen außerhalb bebauter Regionen 80km/h und in Ortschaften sind nur 50km/h erlaubt. Zusätzlich gibt es Sonderregelungen je nach Fahrzeugklasse. Wichtig ist, dass vor manchen Kurven zwar die Beschilderung für die Höchstgeschwindigkeit steht, die Kurve aber nur wesentlich weniger verträgt und daher ein Schild „Slower!“ hat.

Die Grenze für Alkohol am Steuer liegt bei 0,5 Promille. Die irischen Gesetze hierzu sind sehr streng und Verstöße werden mit hohen Strafen geahndet.

Viele Verkehrsschilder sehen ähnlich aus wie die deutschen Varianten, erklären sich dementsprechend von selbst. Dennoch ist es gut, sich vor dem Urlaub zu infomieren, da manche doch anders aussehen. Am Strassenrand begegnet man auch Hinweisschildern mit „Slow“, „Slower“, „Very Slow“ oder „Dead Slow“, die unbedingt beherzigt werden sollten und gerade im Falle „Dead Slow“ der eigenen Sicherheit dienen. Zudem sind die Schilder in der Republik zweisprachig: Englisch und Irisch (Gälisch), außer in Gaeltacht Gebieten (Westen), hier sind die Schilder meist nur auf Irisch.

In ländlichen Regionen können Sie freilaufenden Schafen oder Kühen begegnen, die sich nicht unbedingt sofort von der Straße begeben. Hier gilt immer Achtsamkeit! Versuchen Sie am besten vorsichtig und langsam zu passieren, oder einfach warten.

Überflutete Strassen sind in Irland keine Seltenheit und da die Straßen nicht unbedingt auf einem Niveau gebaut sind, sondern viele Senken aufweisen, kann eine „Pfütze“ gerne mal einen Meter tief sein.

Das größte Sicherheitsproblem ist Diebstahl. Wagen sollten unbedingt abschlossen werden und auch die Fenster geschlossen sein. Lassen Sie keine Wertgegenstände offen im Fahrzeug liegen.

Tankstellen öffnen meist Wochentags und Samstags von ca. 7 bis 18 Uhr. 24-Stunden-Service und Automatentankstellen sind so gut wie unbekannt. Rechtzeitiges Volltanken empfiehlt sich daher, vor allem im ländlichen Bereich!

Bei uns finden Sie zahlreiche Autoreisen, auf denen Sie die herrliche Landschaft Irlands erkunden können. Wir wünschen gute Fahrt!

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