Irland: Währung, Zahlungsmittel und Trinkgeld

Irland: Währung, Zahlungsmittel und Trinkgeld

Bei den Vorbereitungen für eine Urlaubsreise ist natürlich auch Geld ein wichtiges Thema. Denn es stellen sich einige Fragen: Welche Währung gilt überhaupt? Wie bezahlt man am besten? Wie kommt man vor Ort an Bargeld? Und wieviel Trinkgeld ist üblich? Damit es während der Reise keine bösen Überraschungen gibt, verraten wir Ihnen hier alles rund um Währung, Zahlungsmittel und Trinkgeld in Irland.

Währung

In der Republik Irland wird der Euro verwendet. In Nordirland das Pfund Sterling.

Zahlungsmittel

Für die Zahlung können Debit-/EC-Karte oder Kreditkarte (Visa/Mastercard) verwendet werden. Natürlich wird auch überall Bargeld akzeptiert, aber die Iren zahlen inzwischen selbst kleine Beträge gerne mit Karte. Größere Noten als 50 € / 50 GBP sollten Sie nicht mitnehmen, diese werden nur ungern angenommen. Bei Kartenzahlung verwendet Irland das „Chip und Pin“-System, denken Sie also an Ihren PIN. Auch kontaktloses Bezahlen wird immer beliebter und für Einkaufe bis zu 50 € / 45 GBP angeboten.

Einige Banken in Nordirland drucken ihre eigenen Banknoten, die sich oft im Design, nicht aber im Wert unterscheiden. Jedoch werden diese nur in Nordirland, nicht in England/Schottland/Wales akzeptiert.

Zum Geld wechseln finden sich in Nordirland Banken und Wechselstuben, wobei dann Wechselgebühren anfallen. Alternativ können Sie mit Ihrer Debit-/EC-Karte oder Kreditkarte an Geldautomaten abheben, häufig kostengünstiger als Geld bereits in Deutschland zu tauschen.

Wenn Ihnen beim Geldabheben am Automaten oder bei Zahlung mit Karte die Frage gestellt wird, ob in Euro abgerechnet werden soll, verneinen Sie am besten immer. Zahlen Sie immer in Landeswährung. Es kommt ansonsten die Dynamic Currency Conversion zum Einsatz, welche zusätzliche Gebühren bedeutet.

Bitte erkundigen Sie sich vor der Reise bei Ihrer Bank bezüglich der Gebühren für die Abhebung von Bargeld an Geldautomaten und die Gebühren für das Bezahlen mit der Karte.

Trinkgeld

Wieviel Trinkgeld gibt man in Irland? Trinkgeld ist gerne gesehen, jedoch keine Verbindlichkeit.

In Restaurants kann es sein, das bereits eine Service Charge / Service Fee auf der Rechnung aufgeführt ist, dann kann das Trinkgeld geringer ausfallen. Üblicherweise sollten Sie 10-15% des Rechnungsbetrages einplanen, auch im Pub, wenn Sie am Tisch eine Mahlzeit eingenommen haben. Sollten Sie im Pub am Tisch nur Getränke verzerrt haben, reichen 5% aus. An der Theke ist Trinkgeld ungewöhnlich, Sie dürfen dem Barkeeper aber ein Getränk spendieren, indem Sie „and one for yourself“ zu Ihrer Bestellung hinzufügen. Der Barkeeper wird sich dann entweder selbst ein Bier zapfen oder den Betrag als Trinkgeld einstecken.

Im Taxi runden Sie den Betrag um bis zu 10% auf (in Nordirland nicht üblich).

Gepäckträger in Hotels bekommen in der Regel 1 € pro Koffer. Möchten Sie der Reinigungskraft im Hotel ein Trinkgeld zukommen lassen, ist ca. 1 € pro Tag angemessen.

Irland: Essen und Trinken

Irland: Essen und Trinken

Bis vor einigen Jahren war Irland eher für seine Getränke, wie Guinness, Whiskey und Tee, bekannt, als für seine Kulinarik. Doch hier hat sich viel getan und längst begeistern die irischen Küchenchefs ihre Kritiker. Traditionelle Gerichte haben einen modernen Twist erhalten und eine große Palette an frischen Produkten der Region laden zu einer kulinarischen Abenteuerreise ein.

Essen

Die irische Küche ist viel besser als ihr Ruf! Traditionell eher einfach, wurde die Speisekarte in den letzten Jahren durch moderne Einflüsse erweitert. Frische Zutaten und lokale Produkte sind Grundlage von Irlands Kulinarik und so werden Produkte aus dem Atlantik, von den satten Wiesen und aus reichen Obst- und Gemüsegärten nicht nur in den städtischen Sterneküchen und hochwertigen Restaurants, sondern auch in den Pubs im ganzen Land präsentiert.

Auf Bauernmärkten haben Sie die beste Möglichkeit, Essen hautnah zu erleben. Probieren Sie handgefertigten Käse, lokale Wurstwaren, Sodabrot und vieles mehr. Der English Market in Cork, der Temple Bar Food Market in Dublin oder der St. George’s Market in Belfast geben einen guten Einblick. Alternativ gibt es auch zahlreiche kulinarische Wanderungen oder Gastro-Touren.

Iren lieben Kartoffeln, Hauptbestandteil vieler traditioneller Gerichte, das reichhaltige Frühstück ist weltweit berühmt und Soda Bread ein einfacher Klassiker. Verpassen Sie nicht, ein paar der typischen Gerichte zu probieren:

Full Irish Breakfast (in Nordirland Ulster fry) – Herzhaftes Frühstück mit Eiern, Speck, Würstchen, gebackene Bohnen, Pilze, gegrillte Tomaten und Black & White Pudding (eine Art Blut- und Leberwurst)
Scones – süßes Teegebäck, das mit Butter und/oder Marmelade bestrichen wird
Plumpudding – eine Art Früchtekuchen, die traditionell an Weihnachten gegessen wird
Barmbrack – Rosinenbrot
Sodabrot – Brot, mit einem etwas säuerlichen Geschmack. Mit gesalzener Butter bestrichen wird es oft zur Suppe gereicht. Das Kreuz auf dem Brot dient übrigens dazu, die Feen herauszulassen.
Leek’n Potato – Lauch- und Kartoffelsuppe
Fisch & Chips – Backfisch mit Pommes
Seafood Chowder – sämige Fisch- und Meeresfrüchtesuppe
Dublin Coddle – Suppe aus Speck, Wurst, Kartoffeln und Zwiebeln
Irish Stew – Eintopf aus Lammfleisch, Kartoffeln und Gemüse.
Shepherd’s Pie bzw. Cottage Pie – Hackfleisch (Lammfleisch bzw. Rindfleisch) und Gemüse mit Kartoffelpüree und Käse überbacken
Cham – Kartoffelpüree mit reichlich Butter, Milch und Frühlingszwiebeln
Boxty – Kartoffelpfannkuchen

Getränke

Neben dem Essen gibt es auch ein reichhaltiges Angebot an irischen Getränken und Spirituosen.

Iren sind Teetrinker, sie trinken sogar mehr Tee als die Briten. Ob zum Frühstück, Afternoon Tea oder einfach Zwischendurch, ein „cuppa“ geht immer. Sogar im Pub steht Tee zu jeder Tageszeit auf der Getränkekarte.

Natürlich trinken die Iren auch Kaffee und insbesondere in den großen Städten gibt es mittlerweile auch eine große Auswahl an Coffeeshops. An kühlen Tagen wärmt einen der weltweit bekannte Irish Coffee, eine Mischung aus starkem Kaffee, braunem Zucker und heißem Whiskey mit einer Sahnehaube.

Bier

Wenn man an Bier in Irland denkt, hat jeder ein Guinness vor Augen: das klassische Pint-Glas gefüllt mit dem dunklen Stout und einer schmalen Schaumkrone. Und ja, Iren lieben ihr Guinness, doch daneben ist die Bierauswahl vielfältig. Irlands Braugeschichte reicht 5.000 Jahre in die Vergangenheit zurück, sogar der heilige Patrick soll der Legende nach einen eigenen Braumeister gehabt haben. In den letzten fünf Jahren hat Irland noch einmal einen wahren Boom in der Bierbrauerkultur erlebt. Neben den bekannten großen Bierbrauereien Smithwick’s, Murphy’s & Co, hat inzwischen fast jedes irische County seine eigenen Kleinbrauereien und Biermarken. Für Ihre Bestellung im Pub können Sie sich folgendes merken: ein „Stout“ ist das schwarze Bier, wegen seines hohen Anteils an geröstetem Malz (15%), „Ale“ ist das rötliche Bier mit nur 5% Malz und das „Lager“ ist golden. Zitronig gelb bis goldbraun ist das hefige „Pale Ale“, welches besonders unter den Craft Bieren beliebt ist.

Cider

Ein weiteres bekanntes Getränk ist Cider, ein kohlensäurehaltiger Apfelwein. Dank des geringen Alkoholanteils ist es eisgekühlt ein ideales Erfrischungsgetränk an warmen Tagen. Die bekannteste Marke ist Bulmers (Magners im Ausland genannt) aus dem County Tipperary.

Whiskey

Whiskey, in Irland mit einem zusätzlichen „e“ geschrieben, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Im 18. und 19. Jahrhundert war die Nachfrage nach irischem Whiskey so groß, dass es zeitweise mehr als 2.000 Brennereien gab. Durch einige Rückschläge wie einer Gegenbewegung, die sich für Abstinenz einsetzte, die Prohibition in den Vereinigten Staaten, die bis dahin einer der größten Abnehmer war, Getreideknappheit, Hungersnot und Weltkriege, waren in den 60er Jahren fast alle Brennereien verschwunden. Heute ist Irish Whiskey oder „Wasser des Lebens“, wie es auf Gälisch heißt, wieder auf dem Vormarsch. Neben den seit 400 Jahren produzierenden Destillerien Old Bushmills und Jameson gibt es immer mehr kleine Whiskey-Destillerien mit familiärem Charakter und kleinen kostbaren Auflagen von handverlesenen Whiskeys. Zahlreiche Destillerien bieten Führungen an und natürlich darf eine Kostprobe nicht fehlen!

Gin

Gin hat eine kleine Revolution erlebt und gewinnt immer mehr an Bedeutung, auch in Irland. Regionale Kräuter, subtile Aromen und fein abgeschmeckte Rezepturen verleihen jedem Gin einen einzigartigen Charakter. Überall im Land haben in den letzten Jahren neue Craft-Gin-Destillerien aufgemacht. Vorreiter ist die alteingesessene „Dingle Distillery“. Nordirlands erster Craft Gin wird auf dem historischen Rademon Estate kreiert. Oder möchten Sie Ihren persönlichen Gin gestalten? In Irlands erster „Gin School“ ist dies möglich!

Irland: Flora und Fauna

Irland: Flora und Fauna

Zu Recht wird Irland die Grüne Insel genannt. Saftige Wiesen und Weideflächen prägen das Landschaftsbild. Im Frühjahr zeigt sich die Insel mit ihren blühenden Gärten und Wäldern von ihrer bunten Seite. Doch nicht nur die Flora, sondern auch die Fauna hält einige Überraschungen bereit. Natürlich denkt man sofort an Schafe, schließlich sagt man, es gibt mehr Schafe als Einwohner, aber die Tierwelt in den Nationalparks, in der Luft und in den Gewässern der Insel ist facettenreich.

Flora

Irland ist mit seinen vierzig Schattierungen von Grün nicht nur ein Paradies für Botanikfans. Das milde, feuchte Klima sorgt dafür, dass die Pflanzenlandschaft abwechslungsreich und vielseitig ist. Selbst Palmen sind im Südwesten der Insel zu finden. Wer möglichst viele Arten auf einmal sehen möchte, sollte einen Ausflug in den Burren National Park im County Clare einplanen. Das zerklüftete Land aus offen liegendem Limestone ist von einer außergewöhnlichen Flora durchsetzt. Dreiviertel der irischen Wildblumenarten kommen hier vor und nicht weniger als 23 Sorten wunderschöner Orchideen. Ebenfalls charakteristisch für die irische Landschaft sind Torfmoore.

Früher war die Insel dicht bewaldet, insbesondere mit Eichen, diese wurden jedoch im Zuge einer intensiven Landwirtschaft abgeholzt. Heute gibt es daher kaum noch geschlossene Wälder. Weißdorn-Bäume findet man häufig auf offenen Flächen vor, wo er allen Widrigkeiten trotzt. Der Baum wird von den Iren in Ehren gehalten, den er gilt als Baum der irischen Feen. Die Eibe zählt zu den heimischen Gehölzen, die zwischen 600 und 800 Jahre alt werden. Häufig findet man sie auf Friedhöfen.

Typische Pflanzen, die jeder mit Irland verbindet und die häufig auf Fotos zu sehen sind: Strahlend gelber Ginster, der im Frühling und Frühsommer blüht und Heidekraut, das im Sommer die Berghänge in ein lila-violettes Farbenmeer taucht. Grüner Adlerfarn besiedelt große Flächen in den irischen Bergen, während das weiße Wollgras im irischen Moor gedeiht. Rhododendron zeigen im April und Mai ihre volle Pracht, Fuchsienhecken hängen im Sommer voller glockenförmiger Blüten und Montbretie heben sich im Sommer mit ihren roten Blüten von Straßen und Wegen ab.

Die irische Insel birgt einige weltberühmte Schaugärten, aber auch hunderte weniger bekannte Gartenreiche. Von Gärtnerhand gelenkt, gehen die Farbenreigen der Jahreszeiten in ikonischen Meisterwerken auf.

Fauna

Tiere werden Ihnen überall auf der Insel begegnen. Schafe sind auf der Insel allgegenwärtig, ebenso sieht man häufig Rinder und Kühe. Auch Hunde laufen einem oft über den Weg. Ansonsten ist die Tierwelt der Säugetiere durch den nach der letzten Eiszeit stark angestiegenen Meeresspiegel isoliert worden und weniger artenreich als auf dem europäischen Festland. Dafür kommen Ornithologen voll auf ihre Kosten, über 400 verschiedene Vogelarten fühlen sich in den Naturräumen Irlands wohl. Auch die Küsten sowie Flüsse und Seen sind stark bevölkert, die Fischvielfalt stellt ist ein Eldorado für Hobbyangler und Irlands Westküste gilt als eines der besten Whale Watching Gebiete Europas.

An Land

Säugetiere: Das Nationaltier der Iren ist der Rothirsch. Vorwiegend in den sechs größten Nationalparks zu entdecken, sind die Chancen in der Dämmerung am besten. Die Tiere sind bekannt für ihre imposanten und mächtigen Geweihe, die im Spätsommer/Herbst ausgewachsen sind. In Dublin können Sie die Tiere auch im großen Phoenix Park umherstreifen sehen. Zahlreiche Wald- und Wiesentiere, wie Hasen, Füchse und Eichhörnchen können einem in den ländlichen Gegenden jederzeit begegnen.

In der Luft

Vogelarten: Ein absolutes Highlight für jeden Reisenden sind die Papageientaucher (Puffin). Die kleinen schwarz-weißen Vögel mit dem bunten, halbrunden Schnabel verbringen die meiste Zeit auf dem offenen Meer. Aber zur Brutzeit von April bis August nisten sie an den Klippen der Westküste, z.B. an den Cliffs of Moher, am Horn Head in Donegal oder auf der Dingle Halbinsel. Puffin Island ist der bekannteste Brutplatz und wird auf einem Bootsausflug zur Skellig Michael umrundet. Einer der größten Raubvögel der Erde, der Seeadler, ist seit einigen Jahren wieder im Killarney Nationalpark zu sichten, während über dem Glenveagh Nationalpark der Steinadler seine Kreise zieht. Auch Kormorane, Rotkehlchen, Amseln, Moorschneehuhn und viele mehr fühlen sich in den irischen Naturräumen wohl.

Im Wasser

Meerestiere: In der Irischen See rund um die grüne Insel tummeln sich 26 Arten von Walen und Delfinen. Nicht alle Arten sind auf einmal anzutreffen. Während man Delfine und Tümmler das ganze Jahr über sehen kann, tauchen Zwergwale und Schweinswale als erste im Jahr auf (ab März). Finn- und Buckelwale sind meist erst im Oktober/November zu sehen. Im November kann man mit etwas Glück sogar Orcas beobachten. Von verschiedenen Orten an der Westküste werden Whale-Watching-Touren angeboten. Die drei besten Spots sind Cape Clear (County Cork), Carrigaholt (County Clare) und Inishowen (Donegal). In der Bucht von Dingle lebt der berühmte Delfin Fungie, seit 1983 erfreut er Einheimische und Touristen mit seiner Anwesenheit und ist sogar Ehrenbürger mit einer eigenen Statue. Egal, wo in Irland, die Chancen Robben und Seehunde zu sehen, stehen das ganze Jahr über gut. Im Mai und Juni ziehen Gemeine Seehunde ihre Jungen auf, im Herbst bekommen Kegelrobben ihre Babys. Manchmal ragt ein kleiner brauner Kopf aus dem Wasser, manchmal sonnen sich die grauen, mit braunen Flecken übersäten Meeressäuger auf den Felsbänken. In Wicklow kommt die Robbe Sammy auch gerne mal über die Straße um im Restaurant The Lighthouse eine Portion Fisch zu erbetteln. Seal Island vor der Küste Corks ist Heimat einer großen Robbenkolonie und im Hafen von Howth tummeln sich auch immer ein paar. Es lohnt sich also immer das Meer im Auge zu haben und ein Fernglas mitzunehmen.

Irland: Kultur, Symbole und Traditionen

Irland: Kultur, Symbole und Traditionen

Die irische Kultur ist reich an Traditionen, Symbolen und Bräuchen. Das keltische Erbe ist allerorts spürbar, nicht nur durch die irische Sprache sondern auch Feste wie Halloween zeugen davon. Durch die Auswanderungswelle im 19. Jahrhundert wurden sie verbreitet und heute teilweise auf der ganzen Welt gefeiert. Im Alltag spielt Musik eine große Rolle und natürlich gehört auch das Tanzen dazu. Daher spielen Pubs gesellschaftlich eine große Rolle. Hier geht es nicht nur um Guinness, Cider oder Whiskey. Im Gegenteil, es geht um die Begegnungen und das Zusammensein. Nicht selten brechen in Pubs spontane Gesänge aus oder es werden Geschichten erzählt und so alte Legenden wieder zum Leben erweckt.

Feiertage

Feiertage bedeuten auf Irland Zeit mit Freunden und Familie, aber auch rauschende Feste. Da stechen vor allem zwei ganz besonders heraus.

Nationalfeiertag St. Patrick’s Day

Am 17. März ist irischer Nationalfeiertag, auch St. Paddy’s Day genannt. St. Patrick war im 5. Jahrhundert der erste christliche Missionar in Irland und gilt noch heute als Schutzpatron. Der Todestag des irischen Nationalheiligen wird groß gefeiert. In den Städten und auf dem Land werden farbenfrohe Paraden abgehalten, überall herrscht buntes Treiben. Die grüne Insel und sogar die Welt wird an diesem Tag noch grüner – ob grüne Perücken, Hüte oder Kostüme, sogar Brunnen lässt man grün plätschern, der Schaum auf dem Pint of Guinness wird grün gefärbt und auch vor Flüssen und Bauwerken wird nicht halt gemacht.

Halloween

Das ursprünglich keltische Fest „Samhain“ entstand vor etwa 2.000 Jahren und markierte damals das Ende des Sommers und den Beginn des Winters. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November kehrten die Verstorbenen in die Welt der Lebenden zurück. Mit Lichtern und einem Festmahl wurden die Verwandten willkommen geheißen, die Geister jedoch sollten durch gruselige und abschreckende Kostüme verjagt werden. Mit der Zeit wandelte sich Halloween immer mehr zu einem Volks- und Familienfest, das inzwischen ebenfalls weltweit Anklang findet. Kinder verkleiden sich und ziehen als Hexe, Geist oder Skelett von Tür zu Tür, um sich Süßigkeiten zu erbetteln. „Trick or Treat!“ – wer keinen Leckerbissen spendet, dem wird ein Streich gespielt. Zu den Ritualen des Festes gehören auch die typischen Laternen „Jack O’Lantern“. In Kürbisse werden Gesichter geschnitzt und eine Kerze im Inneren angezündet. Der Sage nach, wurde im 18. Jahrhundert einem besonders schlechten Menschen der Zugang zum Himmel verwehrt und selbst der Teufel wollte ihn nicht haben. Er erhielt lediglich einen glühenden Kohleeimer, damit er auf seiner endlosen Reise auf Erden den Weg finden konnte. Jack stellte den Kohleeimer in eine ausgewählte weiße Rübe und so entstand die Legende von Jack O’Lantern. Als im 19. Jahrhundert die Rüben knapp wurden, nutzte man Kürbisse, und so ist es bis heute geblieben. Eine weitere Tradition sind die Freudenfeuer, die überall angezündet werden. Der wohl beste Ort, um die Atmosphäre des Festes am deutlichsten zu spüren, ist Londonderry in Nordirland. Dieser Tag ist der Wichtigste im Kalender der Stadt und wird mit einem großen musikalischen Feuerwerk am River Foyle gekrönt.

Symbole

Wahrzeichen und Symbole tauchen überall im Alltag auf und haben einen festen Platz in der irischen Gesellschaft.

Die Harfe

Die Harfe ist das Nationalsymbol Irlands und steht für das Vermächtnis der keltischen Kultur. Im gälischen Irland waren die Harfenspieler hoch angesehen, denn sie sorgten für Unterhaltung und Motivation, sangen Lieder über Stammesfürsten und Heldentaten. Heute ziert die goldene Harfe das Wappen und ist auch das Erkennungszeichen der Guinness Brauerei. Mit seiner mehr als 1.000 Jahre alten Tradition auf der Insel hat es die irische Harfe sogar auf die UNESCO-Kulturerbeliste geschafft. Übrigens kann die älteste Harfe der Welt im Trinity College in Dublin bestaunt werden.

Das Kleeblatt

Das dreiblättrige Kleeblatt „Shamrock“ ist das inoffizielle Nationalsymbol der Iren. Schon der Heilige Patrick nutzte Klee, um die Heilige Dreifaltigkeit zu erklären. Zudem steht das Kleeblatt symbolisch für ein Kreuz. Auch wurde der Pflanze lange Zeit eine magische Wirkung nachgesagt. Ein vierblättriges Kleeblatt wiederum ist der Legende nach in der Lage Feen (Fairies) anzulocken. Bei Ihrer Reise werden Ihnen überall Kleeblätter begegnen, denn es gilt noch immer als Glücksbringer!

Der Claddagh Ring

Königin Victoria trug ihn, ebenso König Edward VII., Königin Alexandra und heute Jennifer Aniston, Julia Roberts und Kim Kardashian. Der Claddagh Ring ist weltweit beliebt. Das Schmuckstück symbolisiert Liebe, Treue und Freundschaft. Er wird traditionell an einen wichtigen Menschen verschenkt, in Irland ist der als Verlobungs- und Hochzeitsring bekannt. Je nachdem, wie er getragen wird, hat er verschiedene Bedeutungen. An der linken Hand getragen ist der Träger nicht verlobt/verheiratet, aber wenn die Spitze des Herzens zum Handgelenk zeigt in einer Beziehung. An der rechten Hand zeigt er an, dass der Träger verlobt oder verheiratet (Spitze des Herzens zum Handgelenk) verheiratet ist. Der Legende nach wurde im 17. Jahrhundert Richard Joyce in dem kleinen Fischerdorf Claddagh, außerhalb der Stadtmauern Galways, geboren. Als junger Mann verliebte er sich in das schönste Mädchen des Dorfes und die Hochzeit wurde vorbereitet. Kurz vor der Trauung wurde Richard beim Fischfang von algerischen Piraten gekapert und als Gefangener an die ferne Küste Nordafrikas gebracht. Ein Goldschmied erwarb ihn auf dem Sklavenmarkt und bemerkte nach kurzer Zeit sein Talent für die Arbeiten mit dem Metall. Heimlich fertigte Richard, in der Hoffnung auf seine Rückkehr, aus Goldresten einen Ring aus zwei Händen, die ein Herz halten, darüber eine Krone, an. Nach vielen Jahren kam er aus der Gefangenschaft frei und konnte sich auf die beschwerliche Heimreise begeben. An der irischen Westküste angekommen gab er endlich seiner Verlobten, die all die Jahre auf ihn gewartet hatte, das Ja-Wort. Einen wahren Kern hat die Legende, denn den Juwelier Richard Joyce existierte wirklich. Zudem sind die ältesten existierenden Claddagh-Ringe mit den Initialen R.I. graviert.

Der Kobold

Der Kobold „Leprechaun“ ist fester Bestandteil des Aberglaubens der Iren. Der Name leitet sich von dem irischen Wort „luchorpán“ ab und so viel wie „kleiner Körper“ bedeutet. Daher werden Kobolde auch gerne als „kleines Volk“ bezeichnet. Die elegant gekleideten Wesen, meist mit grünem Hut, Frack und feuerroten Bart, sind traditionell männlich. Ihnen wird nachgesagt, dass sie sehr flink, intelligent, aber auch scheu und manchmal hinterhältig sind. Leprechauns leben ausschließlich in den grasbewachsenen Hügeln Irlands und bewachen ihren Topf mit Gold. Der Ort offenbart sich nur, wenn es regnet und zugleich die Sonne scheint. Das Ende des Regenbogens markiert das Versteck. Wenn Sie mehr über die kleinen Kobolde erfahren möchten, sollten Sie einen Besuch im National Leprechaun Museum in Dublin einplanen.

Traditionen

Irland ist das einzige Land der Welt, das ein Musikinstrument als Nationalsymbol hat. Ob Straßenmusiker, Live-Musik in den Pubs, Konzerte oder auf Festivals, die Liebe zu Musik und Tanz ist hier an jeder Ecke zu spüren.

Irische Musik

Die Kelten brachten vor 2.000 Jahren die Musik mit auf die Insel. Geschichten wurden von durch Land ziehenden Barden gesungen und so mündlich weitergetragen. Erst seit Ende des 18. Jahrhunderts wurden Stücke schriftlich festgehalten. Der traditionelle Irish Folk (in Irland auch Trad genannt) wird von den Instrumenten Flöte, Fiddle (eine Art Geige), Pipes (irische Version des Dudelsacks) und Bodhran (Rahmentrommel) geprägt. Mit der Zeit hat sich der Irish Folk immer weiter entwickelt, auch durch stetig neue Einflüsse aus aller Welt, Lieder wurden schwungvoller und tanzbar. Viele irische Songs bestechen durch eine Mischung aus Lebensfreude und Wehmut. Und wenn erstmal ein schneller Reel (typischer Gemeinschaftstanz) angestimmt wird, bleibt kaum jemand sitzen.

Irish Dance

Zu den Klängen irischer Musik werden auch traditionelle Volkstänze aufgeführt. Irish Dance ist eine Mischung aus Stepp- und Formationstanz. Weltberühmt wurde der irische Tanz durch Michael Flatley und seine Gruppe, die 1994 beim Eurovision Song Contest auftraten und anschließend mit ihrer Show Riverdance um die Welt tourten. Die Wurzeln der Tänze gehen jedoch zurück bis zu den Druiden. Seit dem 17. Jahrhundert zogen dann Lehrmeister von Ort zu Ort und gaben den Kindern gegen Kost, Logis oder Geld Tanzstunden. Trafen sich Dance Masters auf Jahrmärkten, dann wurde gerne bis zur Erschöpfung um die Wette getanzt. Die auch heute noch beliebten Céilis, Gruppentänze, wurden auf Festen und Zusammenkünften in geselliger Atmosphäre getanzt. Während man früher seine besten Kleider zum Tanzen anzog, tragen die Tänzerinnen von Bühnenshows heute meist schlichte Kleider aus Samt und schwarze Strumpfhosen, die Tänzer eine enge Hose mit einem weißen Hemd. Gerade in Dublin gibt es zahlreiche Tanzshows, die einen Besuch wert sind!

Sport

Sport wird in Irland groß geschrieben. Von den verschiedensten Wassersportarten über Rugby und Fußball bis hin zu Golf und Reiten, auf der Insel wird fast alles angeboten und betrieben.

Zu den ältesten und schnellsten Feldspielen der Welt gehören die Gaelic Games Hurling, Camogie und Gaelic Football. Beim Hurling bzw. dem von Frauen gespielten Camogie treten zwei Mannschaften gegeneinander an und kämpfen mit dem markanten Hurling-Schläger und einem kleinen harten Lederball um Tore. Gaelic Football könnte man mit einer Mischung aus Rugby und Fußball beschreiben. Die Sportarten sind alle keltischen Ursprungs und unmittelbar mit der Volksseele verbunden. Auf der ganzen Insel treten Clubmannschaften in rasanten kämpferischen Spielen gegeneinander an. Unter anderem im Croke Park Stadium in Dublin können Sie im wahren Sinne des Wortes „atemberaubende“ Matches live miterleben.

Irland: Sprache

Irland: Sprache

Die offiziellen Sprachen der Republik sind Englisch und Irisch (Gailge). Wobei Englisch die dominierende Sprache ist und jeder spricht. Die gälische Sprache ist eine keltische Sprache und wird noch in vielen, vorwiegend ländlichen Regionen gesprochen. In der Grundschule gehört es zu den Pflichtfächern und ist seit 2007 eine der 24 offiziellen Amtssprachen der EU. In den Gaeltacht-Gemeinden wird die irische Kultur und Sprache gepflegt und im Alltag verwendet. Straßenschilder sind vielerorts zweisprachig. Als Irland noch zu Großbritannien gehörte, wurden gälische Namen und Ortsbezeichnungen ins Englische übertragen und somit auch stark verändert. Auf Englisch bedeuten die Namen nichts, in der irischen Sprache jedoch schon. Ein Beispiel: Dublin heißt im gälischen Duibhlinn und bedeutet „Schwarzer Teich“. Ein kleiner Tipp: Über den phonetischen Online-Dienst können Sie sich über 100.000 Städte, Ortschaften, Gemeinden und Straßennamen zum Nachsprechen anhören.

Ein paar irische Wörter, die hilfreich sein könnten:

Fáilte (gesprochen Faw-lte) – Willkommen
Dia Duit (gesprochen dee-a gwit) – Hallo
Slán (gesprochen Slawn) – Tschüss
Sláinte (gesprochen Schlawn-te) – Prost
Le do thoil (gesprochen Le duh huhl) – Bitte
Go raibh maith agat (gesprochen Guh rev mah ah-gut) – Möge Gutes mit Dir sein / Danke
Gabh mo leithscéal (gesprochen Gamoh lesh scale) – Entschuldigung
Tá (gesprochen Taw) – Ja
Níl (gesprochen Neel) – Nein
Leithris / Leithreas (gesprochen Led-her-isch) – Toilette(n)
Mná (gesprochen Me-naw) – Damen (Aufschrift auf Toilettentüren)
Fir (gesprochen Firr) – Herren (Aufschrift auf Toilettentüren)
Go mall (gesprochen Guh-maol) – Langsam
Oscailte (gesprochen ous-kull-te) – Geöffnet
Dúnta (gesprochen duh-nte) – Geschlossen
Slí Amach (gesprochen schlee uhmach) – Ausgang
An Lár (gesprochen on larr) – Stadtzentrum

Irland: Klima und Reisezeiten

Irland: Klima und Reisezeiten

Das Wetter ist Thema Nummer 1 in Irland, denn es hat sowohl die Landschaft der Insel, als auch die Kultur der Iren geprägt. Kein Wunder, dass es zahlreiche Sprüche und Redewendungen gibt. “It never rains in a Pub” (Im Pub regnet es nie), “The sun is splitting the stones” (Die Sonne spaltet die Steine) oder “It get’s a bit nippy” (Es wird etwas feucht), um nur ein paar zu nennen.

Das Klima in Irland wird vom Golfstrom beeinflusst und ist mild-gemäßigt. Die Sommer sind etwas kühler als wir es in Deutschland gewöhnt sind, die Winter vergleichsweise mild. Durch die Winde aus Südwesten regnet es häufig, im westlichen Teil der Insel ein bisschen mehr als im Osten. Man sollte also immer einen Regenschirm griffbereit haben. Aber das Wetter hält gerne Überraschungen bereit, so dass Regenwolken plötzlich aufreißen und blauen Himmel offenbaren oder sich ein eiskalter Morgen in einen herrlich warmen Nachmittag verwandelt. Vier Jahreszeiten an einem Tag sind keine Seltenheit!

Frühling

Im Frühjahr liegen die Temperaturen im Mittel zwischen 4 und 15 Grad. Im März regnet es zwar noch recht häufig, aber im April und Mai wird es weniger und dafür die Sonnenstunden mehr. Die irische Landschaft erwacht langsam aus dem Winterschlaf, das Gras wächst, die Vögel singen und die Rhododendren stehen in voller Blüte.

Sommer

Im Sommer liegen die Temperaturen im Mittel zwischen 10 und 19 Grad. Die Monate Juni und Juli sind relativ niederschlagsarm, während es im August wieder mehr wird. Die Sommerabende sind lang, denn die Sonne geht erst gegen 22 Uhr unter.

Herbst

Im Herbst liegen die Temperaturen im Mittel zwischen 5 und 17 Grad. Der September ist noch gemäßigt, im Oktober und November wird aber es immer regnerischer und die Sonnenstunden weniger. Dafür zeigt sich die Insel in einer bunten Farbenpracht.

Winter

Im Winter liegen die Temperaturen im Mittel zwischen 3 und 9 Grad. Dezember und Januar sind die Monate mit dem meisten Niederschlag, im Februar wird es langsam weniger. Feuchtes und kaltes Wetter empfiehlt warme, wind- und wetterfeste Kleidung und einen urigen Pub zum auf wärmen.

Reisezeit und Packen

Eine Reise nach Irland ist natürlich das ganze Jahr über möglich, eine perfekte Reisezeit gibt es nicht. Aufgrund des stabileren Wetters sind aber die Monate von April und September empfehlenswert. Insbesondere Mai und September, in dieser Zeit ist es noch etwas leerer als in der Hauptsaison Juli/August.

Halten Sie sich beim Koffer packen an das Sprichwort „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung“. Wählen Sie Kleidung, die gut in Schichten getragen werden kann. Ein dicker Pullover, eine Regenjacke und festes, bequemes Schuhwerk darf zu keiner Jahreszeit fehlen. Denken Sie auch an Sonnencreme, Sonnenbrille und Kopfbedeckung, die Strahlung ist intensiv.

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